Zu Beginn der diesjährigen Inlinehockey-Saison haben sich alle Teams darauf geeinigt, an der offiziellen Landesliga der ISHA teil zu nehmen. Mit einer noch besseren Organisation und klareren Regeln haben wir ein Grundgerüst geformt, mit welchem wir speziell dem Nachwuchs das Sammeln von Erfahrungen ermöglichen wollen. Auf diese Weise sollen Jugendliche Spielpraxis sammeln und an die höheren Spielklassen herangeführt werden. Als offizielle OÖ Landesliga müssen und wollen wir uns an bestimmte Regeln halten. Einerseits da wir diese Regeln brauchen um den geregelten Spielbetrieb zu ermöglichen, andererseits weil wir eine Vorbildwirkung für viele Kinder und Jugendliche haben. Und genau aus diesen Gründen mussten wir nun leider tätig werden.
Die Tatsachen:
1. Zwei Spieler der United Stars haben ihre Spielerpässe unter Vorlage gefälschter Dokumente erworben. Hierbei handelt es sich um den Tatbestand der Urkundenfälschung, welcher im Normalfall eine strafrechtliche Verfolgung nach sich zieht (u.a. §§ 223, 224, 224a des Strafgesetzbuches – bedroht mit mit Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr). Dies wurde von der Disziplinarkommission der ISHA festgestellt.
2. Der Teamverantwortliche der United Stars hat bestätigt, dass das Team über die unkorrekt ausgefüllten Anträge von Beginn an informiert war.
Die Entscheidung auf Basis der Tatsachen:
Die Liga-Organisation wie auch die Liga-Kommission hat sich dazu entschlossen, von einer strafrechtlichen Verfolgung der Spieler Abstand zu nehmen. Die Konsequenzen werden sich also auf die Ligen der ISHA beschränken. Allerdings wird es Strafen sowohl gegen die Einzelpersonen als auch gegen das Team der „United Stars“ geben, da dieses von Beginn an informiert war. Aus diesem Grund kommt es zur Strafverifizierung sämtlicher Spiele der „United Stars“.
Begründung:
Mit der Angabe falscher Informationen haben die Spieler die U-19-Regelung umgangen. Diese dient ausschließlich dem Schutz jugendlicher Spieler. Diese Regelung zu umgehen bedeutet in der Folge, dass der ISHLL OÖ keine Spielerlaubnis seitens der Eltern sowie kein ärztliches Attest der betreffenden Spieler vorliegt. Das ist ein Risiko, welches kein ehrenamtlicher Mitarbeiter der ISHLL OÖ (Liga-Organisation, Liga-Kommission) eingehen will.
Persönliche Anmerkung der Liga-Organisatoren Uwe & Bernhard:
Die betroffenen Spieler dürften sich durch ihr Verhalten wohl keinen sportlichen Vorteil verschafft haben. Allerdings stellt sich dann die Frage, warum eine Bestimmung zum Schutz von Jugendlichen bewusst umgangen und vom Teamverantwortlichen bzw. den übrigen Teammitgliedern nicht unterbunden wird? Dieses Verhalten wollen wir nicht tolerieren. Das ist keine Frage von „Wichtig sein“ oder „unfair sein“. Wir wollen damit bewusst jene Spielerinnen und Spieler unterstützen, die sich an die Regelung gehalten haben. Auch werden wir den „Spaß an der Sache“ nur aufrecht erhalten können, wenn wir wertschätzend und offen miteinander umgehen. Fälschung von Spielerpässen ist sicherlich nicht der richtige Weg.
Selbstverständlich sind wir nicht glücklich über die nötigen Schritte. Wir ersuchen trotzdem um euer Vertrauen und euer Verständnis, da wir überzeugt sind, im Sinne der gesamten Liga und zum Schutze der Jugendlichen entschieden zu haben.
Mit sportlichen Grüßen
Die Liga-Organisatoren
Uwe & Bernhard